Schlossgarten Schwerin, Hauptwege Barockgarten

Endzustand Burgseestraße
  • Bestand Burgseestraße 2006
  • Bauphase ungebundene Tragschichten Burgseestraße
  • Bauphase Asphalttragschicht Burgseestraße
  • Bauphase Gussasphalteinbau Burgseestraße
  • Bauphase Gussasphalt Handeinbau Randbereiche
  • Bauphase Gussasphalteinbau
  • Einstreudecke kurz nach dem Einbau, Burgseestraße
  • Einstreudecke zwei Jahre nach dem Einbau, Burgseestraße
  • vorher-nachher-Vergleich

Der Schlossgarten Schwerin ist ein einzigartiges Dokument der Gartenbaukunst verschiedener Jahrhunderte und setzt sich aus Teilbereichen verschiedener Epochen zusammen.
Kern der Anlage ist der Barockgarten mit dem Kreuzkanal, den Laubengängen, den Alleen und den Kaskaden als Endpunkt der barocken Achse. Grünhausgarten und Südlicher Schlossgarten hingegen sind Erweiterungen der ursprünglichen Anlage im Stil englischer Landschaftsgärten und stehen in ihrer Form und Gestaltung der Barockanlage kontrastreich gegenüber.

Aufbauend auf die Denkmalpflegerischen Zielstellungen der Teilbereiche wurde in den Jahren 2007 und 2008 die Ausführungsplanung für die Umsetzung der Maßnahmen erstellt.
Durch die Untersuchungen und Recherchen der Denkmalpflegerischen Zielstellung wurde ermittelt, dass die Wege sich ursprünglich in einen Hauptfahrweg und in an beiden Seiten anschließende leichte Sommerwege gliederte.  Da die Nutzungsansprüche im Barockgarten einen starken Fuß- und Radverkehr sowie die Befahrung mit kleineren Fahrzeugen vorsehen, war eine dauerhafte Wegeausbildung der Hauptwegeflächen erforderlich. So entwickelte sich das Zielbild eines dreigeteilten Weges, der eine einheitliche Oberflächenoptik aufweist, obwohl es sich um zunächst optisch verschiedene Materialen (wassergebundene Wegedecke, Asphalt) handelt. Da die gesamten Wegeflächen im Schlossgarten Schwerin als wassergebundene Wegedecke des Typs Mowelit befestigt sind, war es das Ziel, eine Asphaltfläche in dieser Optik herzustellen.
Nach Abwägung aller Möglichkeiten und Begutachtung bereits durchgeführter Projekte war die Ausführung in Gussasphalt mit Einstreudecke am besten geeignet, dieses Ziel umzusetzen. Vor dem Einbau der Decke im Sommer 2008 wurden Probefelder zur Ermittlung des richtigen Materials und Mischungsverhältnisses für die Einstreudecke hergestellt. Nach Festlegung der Verfahrensweise und Materialien durch die Probeflächenauswertung, konnte mit dem Streckenbau begonnen werden. Hiefür wurde ein Fertiger zum Einbau des Gussasphalts eingesetzt. Zusätzlich wurde von Hand in die Randbereiche eingearbeitet. Die Abstreuung erfolgte unverzüglich in den warmen Gussasphalt, wiederum sowohl maschinell als auch in Handarbeit. Die Anwalzung der Einstreudecke erfolgte mit einer statischen Walze. Wegebreiten bis 3,50m konnten durch den Fertiger einstreifig abgedeckt werden. In breiteren Wegebereichen wurde mehrstreifig eingebaut. Insgesamt wurden ca. 4.000 m² Wegefläche in dieser Bauweise hergestellt. Die seitlichen Sommerwege wurden in wassergebundener Bauweise hergestellt und beide Materialien mit einer Lesesteinreihe getrennt. Diese war zuvor bei Suchschachtungen aufgefunden worden. Die vorhandenen Lesesteine wurden geborgen, gereinigt und neu versetzt sowie die Fehlstellen durch neues Material ergänzt. 

Projektinfos

Projekt

Umsetzung der denkmalpfegerischen Zielstellungen in eine gestalterisch ansprechende und technologisch geeigenete Ausführung.

Auftraggeber

Betrieb für Bau und Liegenschaften des
Landes Mecklenburg-Vorpommern (BBL)
Werderstraße 4
19055 Schwerin
für den Südlichen Schlossgarten:
Bundesgartenschau Schwerin GmbH
Eckdrift 43 - 45
19061 Schwerin

Leistungsphasen

Leistungsphasen 5 bis 8

Größe

insgesamt 10 ha