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Zoo Stadion
Wuppertal
smarteye
Erläuterung

Der Wettbewerbsbeitrag zeigt eine zeitgemäße Interpretation des Themas Zoo mit Zukunft. Ziel ist die konfliktfreie Kombination der unterschiedlichen Ansprüche des Besuchers und des Zootieres: Dem Tier muss es artgerecht gut gehen und der Besucher soll informiert und unterhalten werden. Die Hauptaufgaben bleiben also weiterhin: Forschung, Natur- und Artenschutz, sowie Bildung, Unterhaltung und Erholung der Besucher. Da diese Anforderungen einem ständigen Wandel unterliegen, sollten alle Eingriffe in Bestand und Natur flexibel und reversibel darauf reagieren können.

Eine umfassende Zooerweiterung bringt oft mehr Probleme mit sich, als sie beseitigt. Da der Architekt "das gefährlichste Tier im Zoo ist" (Zitat: Heini Hediger) zeigt die Arbeit eine alternative Zooerneuerung ohne gravierende Eingriffe in den Bestand. Diese Alternative macht sich die stets wachsenden Möglichkeiten der Technik zunutze und beinhaltet ein neuartiges Informations- und Wahrnehmungssystem, das dem Besucher ein umfassendes und sinnliches Erleben der Zootiere in ihrer ursprünglichen Umgebung ermöglicht. Wir nennen dieses Medium, das dieses Erlebnis möglich macht: smarteyes.

Ansatz:
Smarteyes stimulieren die Sinne: sehen, hören, riechen und fühlen - vergleichbar einer bedufteten Klimakammer mit Ausblick und Surround-Sound... Innerhalb dieser künstlich geschaffenen Biosphären kann man die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung erleben. Dadurch wird es möglich, wichtige Zusammenhänge wahrzunehmen - die fehlende Atmosphäre der Klima- und Vegetationszone des beobachteten Tieres wird generiert.
Smarteyes sind ein zukunftsorientiertes Wahrnehmungssystem mit modernster Technik, dass den ständig steigenden und schnell veränderlichen Erwartungen der Besucher an unterhaltsame Bildung gerecht wird. Durch die Art der Erfüllung der Besucheransprüche ist eine tieroptimierte und forschungsgerechte Tierhaltung in bestehender Umgebung und ohne aufwendige Kulissen möglich. Smarteyes machen eine Integration widersprüchlicher Anforderungen - z. B. Forschung und Unterhaltung - möglich und führen zu einer punktuellen Aufwertung der Zooattraktivität durch Enterforming.

Entwurf

Wettbewerb:


Wettbewerbspartner:





Jahr:

Zoo Stadion Sambatrasse, Wuppertal
freiraumplanerischer, städtebaulicher Ideenwettbewerb

Architektur:
Manuel Rex

Realisation:
Jan Reinschmidt

2003

   
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© PROSKE & STEINHAUSEN | Stand: November 2004
Samba Trasse